Krosses Training

Unter Crosstraining versteht man das Training in verschiedenen Sportarten. Man könnte es auch einfach „Training in verschiedenen Sportarten“ nennen. Oder „Heute-habe-ich-Lust-auf-Radfahren-morgen-auf-Schwimmen-und-übermorgen-laufe-ich-Training“.  Oder halt Crosstraining. Ist natürlich kürzer. Und klingt schon fast wissenschaftlich. Anglizismen mag ich nicht so, auch wenn sie zugegebenermaßen knackig und gut beschreibend sind. Aber man muss ja auch nicht alles mögen.

Also ein hervorragendes Alternativtraining für den Läufer ist Fahrradfahren. Das hat zwei Gründe. Oder eigentlich ganz viele, aber zwei ganz praktische. Radeinheiten ermöglichen einerseits eine längere Belastung und andererseits schonen sie den Bewegungsapparat. Man kann also seiner Grundlagenausdauer einen Boost (auweia!) geben und trotzdem seinen Bewegungsapparat entlasten. Fünf Stunden auf dem Rennrad sind möglich aber sinnlos würde Vico von Bülow gesagt haben. Der moderne Sportler hingegen sieht genau darin einen Sinn. Eine fünfstündige Belastung im Grundlagenbereich ohne auch nur eine Knorpelschicht der Laufstruktur zu belasten ist ein sehr sinnvolles Geschenk. Es dürfen auch nur zweieinhalb Stunden sein. Und es darf auch das Mountainbike sein. Gespickt mit kurzen Anstiegen und damit verbundenen Pulsspitzen bewirkt dieses Crosstraining eine psychische und physische Auflockerung des Menschen, des Sportlers.

Die nächste Einheit in der gewohnten Sportart ist nach anfänglichen Bewegungstölpeleien dann erstaunlich locker. Wie nach einem Neustart des Computers (auweia!). Andere Muskeln sind belastet, die spezifische Muskulatur des Hauptsports ist entlastet. Man fühlt sich so flexibel. So stark. So kross.

Mach-was-du willst-Training. CrossFit erfreut sich ja größter Beliebtheit. Da ist das Cross Programm. Es geht nur darum, möglichst immer was anderes zu machen. Auch mal bei 35 Grad mit Atemschutzmaske einen Betonklotz 1000 Meter auf rauem Asphalt zu ziehen. Das wäre bestimmt keine schlechtes Alternativtraining für Läufer.

Wer also wirklich schnell werden will, muss crosstrainieren. In der direkten Wettkampfvorbereitung ist es allerdings nur mit größter Vorsicht einzusetzen, denn da geht es ja darum, die eigentliche Sportart auszureizen. Bis der Arzt kommt. Und die Bestzeit.

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