Laufen im Winter

Wer macht denn sowas? Jetzt werden Plätzchen gegessen, tierische Fette, leere Kohlenhydrate und viel Alkohol. Ein Bier ist auch ein Schnitzel. Ein Tor, wer anderes denkt. Laufen ist für den Sommer.

Es gibt Verrückte, die sagen, dass die Form im Winter aufgebaut wird. Und sie meinen damit nicht die äußere Form des Körpers. Sie meinen die Leistungsfähigkeit. Sie meinen ernsthaft, dass die Grundlagen für den Marathon jetzt gelegt werden. Will heißen: Jeder Schnaps im Januar bedeutet eine Minute im September. Nicht auf der Habenseite sondern auf der anderen. Schnaps ist also das Gegenteil von Intervalltraining. Wer jetzt nicht läuft, verliert im September. Pah! Carboloading beginnt jetzt. Schokoladenschaumküsse aus Bremen, Marzipan aus Bayern, Gutsle aus Stuttgart  und Gänse aus Brandenburg. Das sind die Kalorien, aus denen Bestzeiten entstehen.

Da gibt es Leute, die sagen, im Winter muss man Krafttraining machen. Das Tranchieren der Gans bringt hervorragende Rumpfstabilität. Um den Thorax des Geflügels zu durchtrennen, muss man Kraft in der Hand haben, aber vor allem sicher stehen. Und sicherer Stand kommt aus den Hüften. Wer also keine Hüftstabilität hat, kann weder schnell laufen noch Gänse tranchieren. Tranchiert bis der Arzt kommt, dann klappt’s auch mit dem Marathon.

Im Winter entsteht die Form, man muss nur kreativ sein.

 

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