Wetter wählen

Altweibersommer in ganz Deutschland. Auch in Berlin. Bis einschließlich Samstagmorgen. Dann schiebt sich ein kurzes Tief hinein. Am Samstag und Sonntag regnet es. Aber nur in Berlin und auch nur bis Sonntag 13 Uhr. Also alles nicht so schlimm.

Es ist am Marathon-Sonntag immer Kaiserwetter. Das haben wir schon immer so gemacht. Das war noch nie anders. Außer einmal. Aber das war auch ein ganz denkwürdiger Tag. Da regnete es von Samstag Abend an durch bis Sonntag Abend. Aber richtig. Bindfäden. Ich nahm da an einer Studie der Charité teil. Die haben direkt nach dem Lauf meine Körperkerntemperatur mit knapp unter 35 Grad gemessen. Da war der Teufel am Werk. Das war nicht normal. Das muss man akzeptieren.

ABER! Dass es überall in diesem unserem Land gerade kaiserwettert, auch in Berlin, nur dort nicht während des Marathons, weil sich irgend so ein Tief Ulrich nicht zusammenreißen kann, das kann ich nicht dulden. Und ich bin fest davon überzeugt, dass das auch die anderen 59.999 Athleten (für die Inlineskater ist es ja noch blöder) nicht akzeptieren. Insofern können wir uns alle beruhigen. Denn 60.000 Unterschriften gegen Ulrich reichen. Beim Wetter reicht die einfache Mehrheit.

Bei der Wahl, von der es keine Nachrichten geben wird, weil der Marathon alle Übertragungswagenstellplätze blockiert, reicht die einfache Mehrheit auch. Bunt wird die Regierung hoffentlich. Und nein, braun gehört nicht zum Farbbereich bunt.

Wir laufen einen großen Kreis vorwiegend rechts herum. Das kann man jetzt so kurzfristig leider nicht mehr ändern. Das ist schwieriger, als das Wetter zu ändern. Dann kümmern wir uns lieber intensiv darum. Um das Kanzleramt herum knickt die Route nach links. Das ist ein Zeichen.

Geht wählen! Erst das Wetter, dann die bunte Demokratie.

 

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